Von der Schönheit des eigenen Landes oder wie ich plötzlich mein Fernweh bändigte

Wochen mit viel Arbeit, Organisation, Umbaustress und wichtigen Entscheidungen lagen hinter mir. Und dann kamen endlich die ersten Urlaubstage und ganz schnell war die Hektik des Alltags vergessen. Auch wegen der zwei kleinen Männer, die Aufmerksamkeit forderten und den Tagesrythmus bestimmten.

Zwei kleine Männer

Wald

Vor einiger Zeit noch hatte ich ständig Sehnsucht nach der Ferne, wollte jeden Urlaub ein anderes Land bereisen und vor allem gern in dem Land sein, in dem ich schon gewohnt hatte: Italien. Derzeit ist diese Sehnsucht gar nicht so präsent. Schon seit ein paar Jahren verbringen wir unseren Sommerurlaub im eigenen Land und entdecken dabei jedes Mal aufs Neue wunderschöne Landstriche von Deutschland. Dieses Jahr zog es uns für eine Woche an einen brandenburger See und danach (für mich zum ersten Mal) in den Thüringer Wald.

Ast im Wasser

Bank im See

Schervenzsee

Feld mit Sonne

Beide Landstriche waren auf ihre Art sehr mystisch und romantisch. Die vom Echo durchdrungene Stille und Weite des Sees wie die kleinen, gedrungenen Schieferhäuschen in Thüringen löstenin mir Zufriedenheit und innere Ruhe aus.

Doppelter Regenbogen

Stadtpark Gehren

Senfmühle

Mühle Senf

Schieferhäuschen

Kräuterwandern in Berlin

Seit gestern gehe oder fahre ich bewußter durch den Park, immer mit einem seitlichen Blick auf den Wegesrand. Und heute Abend gab es einen Salat aus Champignons, selbst gepflücktem Löwenzahn und Gänseblümchen. Unser Hinterhof steht nämlich voll von Wildkräutern. Diesen neuen Blick auf meine Umgebung und das Sammeln von vielen Naturzutaten für meine Küche habe ich einer netten und sehr informierten Frau zu verdanken.

Am Sonntag habe ich mit meiner Familie (die Großeltern eingeschlossen) eine wunderbare Kräuterwanderung in Berlin-Pankow gemacht. Wir haben dem Wetter getrotzt und uns in den Botanischen Volkspark begeben, um viele ungeahnte Erkenntnisse, was die Essbarkeit von Wildpflanzen betrifft, zu erlangen.

Kräterwandern in BerlinBisher war mir auf jeden Fall noch nicht bekannt, dass man die Blätter von Bäumen essen kann. Angefangen von der Linde, über den Ginkog bis zum Apfelbaumblatt – alles essbar und auch sehr schmackhaft. Wir durften nämlich jede gefundene Pflanze sofort probieren und in unsere mitgebrachten Papiertüten verschwinden lassen. Frau Westphal hat uns ausführlich über die Flora Berlins informiert, Tipps zum Sammeln der Kräuter und Rezeptvorschläge für alle Jahreszeiten gegeben.

Ginkgo-BlattLöwenzahn, Giersch und Gänseblümchen waren mir schon vorher als essbare Pflanzen ein Begriff. Dank Frau Westphal weiß ich jetzt ebenso wie man Brennnesseln am besten pflückt und daraus gleich ein essbares Bonbon macht, das man Bärlauchblüten natürlich essen kann (und sie sind ausgesprochen lecker) genauso wie die erwähnten Baumblätter, die ich jetzt im Herbst auch für die Küche sammeln und Kräutersalz daraus machen werde.

Jiaogulan-Kraut

Am Ende der 3-stündigen Wanderung hatten wir eine große Vielfalt an Blättern und Kräutern in unserer Tasche. Nach Regenguss und Gewitter, die uns doch noch einholten, beendeten wir den informativen Tag mit einem Abendbrot, das ganz aus natürlichen Zutaten bestand: ein bunter Salat aus Wildkräutern, Blüten, Tomaten, Gurke und Radieschen, verfeinert mit gutem Olivenöl.

WildkräutersalatDa mit Kindern das Aufnehmen und Behalten von Informationen etwas schwieriger war, habe ich mir das empfohlenen Buch Essbare Wildpflanzen bestellt und bin schon ganz gespannt auf den Inhalt. Vielleicht gehe ich demnächst einmal auf eine Reise ins Berliner Umland.

In Berlin werden jedes Jahr im Frühling Kräuterwanderungen von der Grünen Liga angeboten.

Diese Ferienzeit war Zeit zum Entschleunigen und Ausprobieren

Eigentlich sollte meine kurze Auszeit gar nicht so lang werden. Aber ich habe die Rechnung natürlich mal wieder ohne meine Kinder gemacht! Irgendwie ist die Ferienzeit, trotz Arbeit, immer eine Zeit der Entschleunigung und zum Bloggen komme ich dabei irgendwie nie. Die erste Ferienwoche haben wir endlich mal wieder bei den Großeltern verbracht und in der zweiten Woche gab’s allein mit den Kindern ganz schön viel zu tun. Nach einer Woche in einer anderen Küche kribbelten mir die Finger und ich habe verschiedene Rezepte ausprobiert. Hier ein kleiner Ferienrückblick:

Eindrücke Natur ZuhauseZuhause gab es viel Natur und Tier hautnah für den Jüngsten.

Planungen Wohnung und Bad_bearbeitet-1Zurück in Berlin ging es gleich an Planungen für unser Zuhause und eine Fremdplanung für ein Designbad.

Alte Gläser und MüsliIn die neu erworbenen alten Einmachgläser wurden alle Körner und Saaten gefüllt. Bei der Aufräumaktion habe ich ungesüßte Bananenchips entdeckt, die alle verschmähen. Sie wanderten einfach in ein selbstgemachtes Müsli, von dem heute nur ein Viertel übrig ist.

Vollkorn-NaschereienSüß ging es am nächsten Tag und am Wochenende weiter mit Vollkorn-Apfelkuchen und Hafer-Aprikose-Kugeln.

Frühlingssalat und nackte FüsseNach dem ganzen Süß brauchte ich unbedingt einen frischen Frühlingssalat und ein paar Sonnenstahlen auf meinen Füßen. Ja, endlich ist wieder Ballerina-Zeit!

Und ihr so? Wie habt ihr die letzten beiden Wochen verbracht?

Mareike

Ein kurzes Resümee: wir haben zwar nichts vom schönen Dresden gesehen, aber dafür viele nette Menschen getroffen

Das Wochenende ist schon wieder seit zwei Tagen um, die Eindrücke vom 3. Handmadde Markt im alten Schlachthof in Dresden aber noch frisch. Ein paar Fotos vom Gemeinschaftsstand von Le Dernier Cri und Casa colorata wollte ich euch noch zeigen.

Markt Dresden Casa colorataBunt, bunter, am buntesten … so könnte man es wohl kurz umreißen. Cristina und ich haben uns damit aber voll in unserem Element gefühlt.

Markt Dresden Stand Le dernier cri casa colorata

Markt Dresden CristinaMarkt Dresden Stand Casa colorata

 

Markt Dresden MareikeVon Dresden haben wir zwar nur den Hauptbahnhof, den Bahnhof Neustadt un ein paar kleine Häuser rund um den Schalchthof gesehen, dafür aber eine nette Location kennengelernt, Freunde und Familie getroffen und einen schönen Tag gehabt. Am schönsten für mich war es die vielen Kinderaugen zu sehen, die fasziniert den kleinen Schiffchen und Kranichen beim Umherschwingen zugeschaut haben.

Markt Dresden Boote

Herbstspaziergang

Schön war’s. Aber nun müssen wir uns wahrscheinlich langsam verabschieden. Tschüssi Herbst. Ich freu mich auch ein bisschen auf winterliche Weihnachten. Und ihr?

Herbst

In der Hoffnung auf noch weitere schöne Herbsttage…

Herbstpicknick

Bei diesem wunderbaren Spätsommer, der uns dieses Jahr geschenkt wird, sollte man jede freie Minute im Freien verbringen und die letzten warmen Sonnenstrahlen nutzen. Das Wetter lädt zum Rad fahren, Wandern, Pilze suchen und natürlich Picknicken ein!

Alles was man für ein kleines Picknick braucht ist schnell gemacht und zusammen gepackt: Decke, gegebenfalls Besteck, handliche Snacks. Genau so ein Picknick haben wir gestern in der Spätsommersonne genossen. Mit dabei waren Pilzkekse, das Rezept habe ich bereits letztes Jahr veröffentlicht, und kleine Frittatas aus Ei, Sahne und Gemüse.

Das Rezept für die Minifrittatas ist eine Mischung aus einem traditionell italienischen und einem Donna Hay – Rezept (aus dem Buch „Food Fast“) und ein paar von mir zusammengestellten Zutaten.

Für 18 Minifrittatas benötigt ihr:

  • 6 Eier
  • 200ml Sahne
  • 50ml Milch
  • 50g Parmesan
  • 20g Paniermehl
  • 4 kleine vorgekochte Kartoffeln (vom Vortag)
  • 2 Möhren
  • 3EL 8-Kräuter-Mix
  • Sesam

Den Backofen auf 180°C vorheizen. Die Eier mit der Sahne, der Milch und dem Paniermehl gut verrühren, salzen und pfeffern. Geriebenen Parmesan, klein geschnittene Kartoffeln, Möhren und Kräuter zugeben und nochmals gut miteinander vermengen. Das Ganze ca. 5min ruhen lassen. Muffinformen entweder einfetten oder mit Papierförmchen auslegen. Ich habe die Formen nur eingefettet und nach dem Backen die Frittatas schwer lösen können, deswegen würde ich Papierformen für Muffins empfehlen. Die angerührte Masse zu 3/4 voll in die Formen füllen, mit Sesam bestreuen und ca. 30min. im Ofen backen.

Die Frittatas entweder gleich warm essen oder am nächsten Tag zum Picknick mitnehmen!

Frankfurt mal ganz anders: kleine Schönheiten abseits der Skyline

Ich bin zurück von einem Kurztrip in die Mainmetropole Frankfurt, die ich, dank meiner Freundin, von einer ganz anderen Seite (vor allem von einer kulinarischen) als gemeinhin bekannt kennengelernt habe.

Abseits der Wolkenkratzer lassen sich viele Grünanlagen, Sehenswürdigkeiten, kleine Straßenzüge und Plätze mit netten Geschäften und Cafés finden. Ganz angetan war ich von einem Blumenladen Phoenix Flowers und dem daneben befindlichen Café Phoenix Tea im Nordend. Der Blumenladen besticht genau wie das Café durch sein asiatisches Ambiente und seine außergewöhnlichen Pflanzen.

Das sehr stilvoll eingerichtete Café nebenan, das auch Tee und kleine asiatische Accessoires anbietet, lädt bei einer Schale Tee und einer frischen Frühlingsrolle oder einem Stück ausgesprochen leckeren Reiskuchen zum langen Verweilen ein.

Wer noch nicht genug hat von asiatischen Köstlichkeiten, der sollte nach einem ausgiebigen Spaziergang am Mainufer oder einer Stadttour mit dem Fahrrad in der Patisserie IIMORI stoppen. Hier gibt es in japanisch-kitschiger Atmospähre Kuchen, Törtchen, Macarons und alles was das süße Herz begehrt.

Frankfurt, ich komme wieder um noch mehr von deinen verborgenen Schönheiten zu entdecken!

Strawberry fields forever!

Die Erdbeersaison ist ja bereits weit vorangeschritten und hat schon fast ihren Höhepunkt erreicht. Aus diesem Grund haben wir uns gestern in ein großes Feld mit den süssen roten Früchten geschlagen und fleissig gesammelt.

Gesammelt haben wir „fast“ mitten in Berlin in den Beerengärten Dahlwitz-Hoppegarten, wo es neben Erdbeeren auch Himbeeren und Heidelbeeren für die Sammelfreudigen gibt. Allerdings sind zur jetzigen Zeit nur die Erdbeeren reif und von denen haben wir reichlich geerntet.

Viele davon landeten direkt in unseren Mündern und ein paar andere in den Topf, wo sie zu leckerer Erdbeerkonfitüre (1 Kilo stückige Früchte mit Saft einer Zitrone und 1 Päck. Gelierzucker 2:1) verarbeitet wurden.

Wer selber in Berlin-Brandenburg Erdbeeren pflücken möchte, dem bieten sich viele verschiedene Möglichkeiten. Die Berliner Beerengärten, etwa, sind nicht nur in Hoppegarten, sondern auch in Schönfließ, Gatow, Falkensee und Oranienburg vertreten. Es gibt aber auch unzählige Obsthöfe und Gärtner in und um Berlin für Selbstpflücker. Eine Liste mit einigen Höfen findet man zum Beispiel hier. Und für alle Nicht-Berliner und -Brandenburger, die nach Erdbeerfeldern zum Selbstpflücken in ihrer Nähe suchen, können auf der Seite www.selbst-pfluecken.de die nächste Plantage durch Eingabe ihrer Postleihzahl finden.

Viel Spass beim Pflücken!

Ich hab’s noch im Ohr: „…dann ruf ich: ‚Koooomm Oma Emilia!'“

„Jule wäscht sich nie“, „Das Auto von Lucio“, „Kinderland“… wer kennt sie nicht, nur einige der bekanntesten Songs des Liedermachers Gerhard Schöne. Richtige Ohrwürmer sind das, und sie werden auch wieder dazu, wenn man plötzlich als Erwachsener für sein Kind eine CD von Schöne kauft und diese dann jeden Tag  rauf und runter hört.

Gerhard Schönes Kinderlieder gehen wirklich ins Ohr, denn sie erzählen mit viel Herz und Leichtigkeit wie Kinder unsere Welt erleben, was sie bewegt und welche Dinge  für sie wichtig sind.

Und da mir heute gleich mehrere Lieder von Gerhard Schöne im Ohr hängen, weil ich auf seinem kleinen Konzert in Bad Freienwalde war, möchte ich an dieser Stelle ein wirklich gut umgesetztes Video zu seinem Song „Der Meeresbezwinger Thomas“ posten.

Wer wissen möchte, wo Gerhard Schöne seine nächsten Konzerte gibt, der sollte auf seiner Homepage vorbeischauen, wo alle Tourdaten aufgelistet sind. Das nächste Konzert in Berlin findet übrigens nächsten Sonntag, den 22.05. im Kino Union statt.