Mit der Kamera Kunst im und am Raum entdecken: Olympus OM-D: Photography Playground

Ich war letzte Woche spielen, in einem beeindruckdenen Gebäude voller zeitgeschichtlicher Spuren, mit einer handlichen und sehr funktionsreichen Kamera in der Hand.

Eine große interaktive Spielfläche hat die Firma Olympus in den ehemaligen Opernwerkstätten in Berlin-Mitte geschaffen, um für seine neueste Systemkamera OM-D zu werben und den Besucher einzuladen, ausgestattet mit solch einer Kamera, sich selbst und den Raum in künstlerischem Kontext zu entdecken. 12 internationale Künstler und Künstlerkollektive wurden eingeladen sich mit den Räumlichkeiten der ehemaligen Werkstätten auseinanderzusetzen und Kunst im Raum zu schaffen. Der Besucher soll sich von aller Passivität als Betrachter der Kunstwerke befreien und durch die Kameralinse „Raum und Kunst“ anders entdecken.

„…du wirst selbst zu einem Akteur und rückst in den Mittelpunkt des Geschehens – Sehgewohnheiten brechen auf und Illusionen verwandeln sich in Realität.“ Genau das habe ich am Eröffnungsabend getan! Leider hatte ich viel zu wenig Zeit um das Potenzial der Kamera und all ihrer Funktionen richtig zu erkunden. So wurde es doch nur ein kurzes Spiel mit mir und der Linse, in einem absolut sehenswerten Gebäude (schon allein deswegen würde ich hingehen/ich wusste gar nicht, das es so was noch in Berlin-Mitte gibt), wo Künstlern wie Shan Blume, Jeongmoon Choi, Zimoun und viele andere ausstellen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA- Entrance

OLYMPUS DIGITAL CAMERA- Lichtgang

OLYMPUS DIGITAL CAMERA-Shane Blume

OLYMPUS DIGITAL CAMERA-Lichtkreis

OLYMPUS DIGITAL CAMERA-Feuermelder

OLYMPUS DIGITAL CAMERA-Treppe

OLYMPUS DIGITAL CAMERA-Mauerbild

OLYMPUS DIGITAL CAMERA-Zimoun

Die Ausstellung Olympus OM-D: Photography Playground läuft noch bis zum 24.05.2013. Bis dahin könnt ihr auch die Kamera in den Ausstellungsräumen ausprobieren und mit den entstandenen Fotos an einem Wettbewerb teilnehmen. Zwei Fotos kann man einreichen und nicht ohne Grund habe ich euch ein paar meiner Bilder gezeigt. Ich kann mich einfach nicht entscheiden! Deswegen brauche ich dringend eure Hilfe! Welche beiden Fotos gefallen euch am besten?

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Impressionen einer Ausstellung: Gerhard Richter in der Neuen Nationalgalerie

Gerhard Richter ist weltweit einer der bekanntesten zeitgenössischen Maler. Schon allein deswegen ist der Besuch der derzeit stattfindende Retrospektive des deutschen Künstlers unbedingt empfehlenswert. Noch bis zum 13. Mai laufen in Berlin gleichzeitig zwei Ausstellungen mit Werken Richters. Im me Collectors Room werden die Gerhard Richter Editionen 1965-2011 und in der Neuen Nationalgalerie die Ausstellung Gerhard Richter: Panorama gezeigt.

Das in der Neuen Nationalgalerie gezeigte Werk Richters ist wirklich sehr umfassend. Die Ausstellung ist weder farblich, nach Themen oder nach Stilen sondern ganz chronologisch geordnet: abstrakt neben fotorealistisch, farbig neben schwarz, weiss, grau.

Ganz beswusst hat man sich für diese Anordnung entschieden, denn „…dadurch tritt das Besondere an Gerhard Richters Schaffen augenfällig zu Tage. Dieses Besondere liegt zum einen in der viel besprochenen Gleichzeitigkeit von abstrakten und figurativen Werken, zum anderen liegt es in dem Wechselspiel von Wiederholung und Veränderung, das sich in der chronologischen Abfolge der Werke offenbart. „

140Bilder und 5 Skulpturen aus fünf Jahrzehnten werden dem Besucher präsentiert. Die Darstellung der verschiedenen Schaffensphasen und damit auch Lebensphasen des Malers, das Wechselspiel von plakativer zu abstrakter, von figurativer zu sogar digitaler Kunst ist, wie ich finde, in der Ausstellung wirklich gut gelungen.

Ganz besonders beeindruckt haben mich, natürlich neben den klassischen Werken wie Betty und Kerze, die Glasskulpturen, bei denen man versuchen konnte ein klein wenig einzutauchen in die Welt des Gerhard Richters.

Schwebende Elemente fernab von Zeit und Raum. Tomás Saraceno: Cloud Cities

Derzeit lädt eine Anzahl vieler interessanter Ausstellungen den Besucher im Hamburger Bahnhof Berlin zum langen Verweilen ein. Neben den hier dauerhaft präsentierten Sammlungen des Museums für Gegenwart werden unter anderem Sonderausstellungen wie „Live to Tape/Die Sammlung Mike Schneider“, „Der Preis der Nationalgalerie für junge Kunst“ und „Architektonika“ in Verbindung mit der Ausstellung „Tomás Saraceno. Cloud Cities“ gezeigt.

Wie riesige Seifenblasen schweben die durchsichtigen Gebilde, die sich zum Teil als filigrane Netze, als grüne Biotope mit einer speziellen Bewässerungstechnik oder als begehbare Luftkammern darstellen, im Raum.

Jegliches Gefühl für Zeit und Raum verflüchtigt sich, wenn man die schwerelosen Elemente, die so fernab traditioneller Architektonik sind, selbst betritt und sich in einen schwebenden Zustand begibt.

Diese Ausstellung ist wirklich empfehlenswert und kann noch bis zum 15. Januar 2012 besichtigt werden.

Ein Berliner Event, das man nicht verpassen sollte: Designmai 2011

Für alle Designer, Designliebhaber und -interessierte, die die kommenden Tage in Berlin verweilen, gibt es ein Event in der Hauptstadt, das man sich nicht entgehen lassen sollte: den Designmai 2011, bei dem sowohl renommierte als auch junge aufstrebende Produktdesigner ihre neuesten Produkte, Entwürfe und experimentelle Konzepte vorstellen.

Auf dem historischen Gelände des Flughafen Tempelhofs kann man vom 01.06.-05.06.2011 unter Anderem Einblicke in die Arbeit junger und bekannter Produktdesigner bekommen, in den MakerLabs selbst kreativ werden oder einen der zahlreichen Vorträge besuchen.

Wer nicht die Zeit findet in Tempelhof vorbeizuschauen, der kann verschiedenste Ausstellungen in Museen, Galerien, Ateliers und Designinstitutionen in ganz Berlin besuchen.

Eine Ausstellung über das Fliegen

Derzeit findet eine wirklich sehr sehenswerte Ausstellung über das Fliegen im „Haus der Kulturen der Welt“ in Berlin statt, die ich nur wärmstens empfehlen kann!

In der Schau mit dem schönen Titel „Der Traum vom Fliegen“ erfährt der Besucher viel über Technik und Technologien des Fliegens, aber auch über die spirituellen und natürlichen Ansätze des Menschheitstraums schlechthin. Und so werden neben Flugzeugmodellen und Space-Trainer für Weltraumpiloten auch prähistorische Bumerangs, ein Schamanenmatel, Dokumentationen über kultische Tänze und ein Wolkenwagen aus einem Barocktheater gezeigt.

Die sehr umfassende und interaktive Ausstellung, die den Betrachter einlädt viele der Exponate selbst zu testen (wie z. B. den Space-Trainer, eine  von einem Künstler entworfene Upside-Down-Brille), regt dazu an über die Mystik und Fantasie des Fliegens nachzudenken und sich die Frage zu stellen: Was wäre wenn wir auf all die bis heute verwirklichten Technologien verzichten müssten? Wie würden wir uns dann über größere Distanzen fortbewegen?

Für die kleinen Besucher wird in der Ausstellung ebenfalls eine ganze Menge geboten. Nach  dem Staunen und Ausprobieren im Ausstellungsraum kann man noch in das Fluglabor nebenan gehen und seinen eigenen Flieger (ganz viel Origami natürlich!), Hubschrauber oder eine Flugbrille bauen, oder einfach nur malen.

Wir haben so einiges gemalt und gebastelt und zum Schluss noch unseren Papierflieger von der Passagiertreppe im Vorgarten segeln lassen. Was noch ein Erlebnis für sich war!

Die Ausstellung läuft noch bis Anfang Mai und es stehen noch einige spannende Termine wie z.B. am 16. und 17.04. die Flugtage mit einer Papierfliegermeisterschaft und Modellflugzeugbau auf dem Programm.