Cashews, Tahin, Mangold und noch nen Blender? Klingt kompliziert? Ist es aber nicht! Hier kommt eine ganz einfache vegane Sommerquiche

Und da liegen sie wieder im Gemüseregal, die bunten Mangoldblätter. Sie lachen mich an und wollen unbedingt mitgenommen und verarbeitet werden. Zu einer Art Spinat oder als Füllung für Teigtaschen, in Suppen, als Roulade. Es gibt so viele Möglichkeiten dieses Sommergemüse zuzubereiten.

Ich backe gern herzhafte Kuchen, auch mit Mangold. Mir ist es am Anfang schwer gefallen Quiches, Tartes und Aufläufe vegan zuzubereiten. Denn wie soll man Ei, Sahne und Co ersetzen? Oft habe ich zu Hafer- oder auch mal Sojasahne gegriffen und alles mit Speisestärke angedickt. Doch so richtig glücklich gemacht hat mich das nicht. Vor Kurzem habe ich eine ganz neue Möglichkeit entdeckt eine Quiches ohne Ersatzprodukte zuzubereiten.

Mangoldquiche AusschnittDiese Quiche habe ich mit auf eine Party genommen und die Gäste raten lassen, welche Zutaten in ihr stecken. Einige haben den Mangold und die Paprika erschmeckt, aber niemand ist auf den Bestandteil der käseähnlichen Konsistenz gekommen. Die Quiche besteht aus ganz einfachen Zutaten: Mangold, Paprika, Zwiebel, Cashews, Sonnenblumenkerne und einem Mürbeteigboden.

Für eine Quiche (26cm Durchmesser) benötigt ihr diese Zutaten:

  • 180g Vollkornmehl (Dinkel oder Weizen)
  • 90g vegane Butter
  • 3 El kaltes Wasser
  • 1 Prise Salz

für den Teig. Wenn ihr eine Mühle habt, dann solltet ihr das Getreide frisch mahlen und sofort verarbeiten. Alle Zutaten für den Teig werden, am besten mit den Händen, zu einem glatten Teig geknetet und für 30min. kalt gestellt.

  • 600g Mangold Blätter und Stiele)
  • 1/2 rote Paprika
  • 1 Zwiebel
  • 100g Cashews
  • 40g Sonnenblumenkerne
  • 1El Tahin (Sesampaste)
  • 1 Zitrone
  • Wasser
  • Pfeffer und Salz

Die Cashews möglichst 2 Stunden vor der Zubereitung in Wasser einweichen. Den Mangold putzen, die Blätter und Stiele klein schneiden. Die Paprika in kleine Stücken schneiden. Eine Pfanne mit Öl erhitzen und die Zwiebel darin glasig dünsten. Die Paprika und die Mangoldstiele zugeben und alles kurz andünsten, dann mit etwas Wasser bedecken und ca. 10min. bei geschlossenem Deckel garen. In der Zwischenzeit die Cashews abgießen und zusammen mit Zitronensaft, Tahin und Sonnenblumenkernen und Wasser (ca. 100ml) in den Blender geben. Wenn ihr keinen Blender habt, könnt ihr auch einen Pürierstab dafür verwenden. Alles gut pürieren. Sollte die Masse zu dick sein, könnt ihr noch mehr Wasser zugeben. Mit Pfeffer und Salz würzen und noch einmal aufschlagen. Die Mangoldblätter zu den übrigen Zutaten in der Pfanne geben, alles mit Pfeffer und Salz würzen und noch einmal 5min. garen.

Die Springform gut fetten, den Teig in die Form geben und gut auf dem Boden verteilen. Am Rand den Teig in der Form hochziehen. Das fertige Gemüse mit der Cashewmasse vermengen und auf den Teig in die Form geben. Alles im vorgeheizten Ofen ca. 40min. bei 180°C backen.

MangoldquicheIch freu mich schon auf die nächste Party!

Foto der Woche 14 – 2014

KohlrabipestoDie Woche verging mir dieses Mal einfach zu schnell! Hier ist ganz schön viel passiert und von den Dingen, die ich erledigen wollte, habe ich gerade mal so die Hälfte geschafft. Aber klar doch! Die Zeitumstellung! Dieses Jahr macht sie mir echt zu schaffen und ich würde mich in jedem Falle gegen eine Umstellung aussprechen. Warum tun wir das jedes Jahr aufs Neue unserem Körper an? Um die Müdigkeit zu beseitigen und gute Laune zu verbreiten, wurde ganz viel gekocht. Nachdem ich vor Kurzem einmal Pesto aus Spinat ausprobiert habe, habe ich mich diese Woche an die Verarbeitung von Kohlblättern gemacht. Dieses Mal habe ich die Blätter nicht im Laden gelassen, sondern mit in meine Tasche gepackt und daraus ein leckeres Pesto zubereitet. Und das geht ganz einfach: Kohlblätter von einem Kohlrabi waschen, putzen und samt Stiel klein zupfen bzw. schneiden. Zu den Blättern noch 50g Sonnenblumenkerne, 100ml Olivenöl, Pfeffer, Salz, wer mag eine kleingeschnittene Tomate und 1 Knoblauchzehe geben und alles pürieren. Die Lieblingsnudeln kochen und mit dem Pesto vermengen.

Ich wünsch euch ein schönes Wochenende! Mareike

Sesam, Salz, Kürbiskerne – die richtige Deko für selbstgemachte Vollkornbrezeln

Vollkornbrezeln mit DekoZutatenDas Regal mit meinen Kochbüchern platzt zwar aus allen Nähten, doch die meisten meiner Rezepte finde ich häufig im Internet. Da wird es doch Zeit mal wieder in der Büchersammlung zu blättern und nach guten, einfachen Rezepten zu schauen. Das Rezept für die Vollkornbrezeln habe ich ganz zufällig in einem etwas älteren Kochbuch (Das große VollwertKochbuch Nr.2 von GU) gefunden und es ging mir eine ganze Weile nicht mehr aus dem Kopf. Brezeln aus Vollkornmehl, geht das? Ja klar! Und meiner Meinung nach schmecken sie besser als das Exemplar vom Bäcker.VollkornbrezelnDas Rezept war mit „etwas schwieriger“ beschrieben, aber wenn man sich genau an die Anleitung hält, kann eigentlich nichts schief gehen. Die Brezeln sollten nur recht zügig nach dem Formen in die Natronlauge gelegt werden und sollten nicht so lange darin bleiben.

Für 12 Vollkornbrezeln benötigt ihr die folgenden Zutaten:

  • 400g Dinkel- oder Weizenvollkornmehl
  • 1 Würfel frische Hefe
  • 1 TL flüßigen Honig
  • 200ml lauwarmes Wasser
  • 1 TL Salz
  • 1 L Wasser
  • 1 EL Natron

Das Mehl in eine breite Schüssel geben, eine Mulde in die Mitte drücken und die Hefe hineinbröckeln. Dein Honig auf die Hefe geben und 1-2min. warten. Danach das lauwarme Wasser dazugeben und mit der Hefe und etwas Mehl zu einem Brei verrühren. Diesen Vorteig abgedeckt ca. 15min. an einem warmen Ort gehen lassen. Das Salz hinzufügen und alles zu einem geschmeidigen Teig kneten. In einem weiten Topf das Wasser zusammen mit dem Natron aufkochen. Den Backofen auf 220°C vorheizen.

KürbiskerneDen Hefeteig in 12 gleich große Stücke teilen und diese zu einer Kugel formen. Dann die Kugeln zu langen (ca. 50cm) Rollen formen und zu Brezeln legen. Dafür den Strang in der Mitte etwas dicker lassen und die Enden zweimal miteinander verschlingen und gut andrücken. Jetzt kommen die Brezeln nacheinander für weniger als 1min. in die leicht köchelnde Lauge. Nach dem Herausnehmen die Brezeln mit beliebigen Zutaten bestreuen und sofort in den Ofen (mittlere Schiene) schieben und für ca. 30min. goldbraun backen.

Vollkornbrezel mit Salzlöffel

Zu den milden Temperaturen eine herbstlich-winterliche Suppe: Kürbissuppe mit Salbei und geröstetem Sesam

Nein, ich habe mich diesen Herrbst und Winter noch nicht an Kürbissuppe satt gegessen. Und da man ja nun über den Herbst hinaus bis in den tiefsten Winter Kürbisse bekommt, landete ganz spontan ein Butternusskürbis in meinem Einkaufskorb. Seit ein paar Jahren gehe ich mit dem Trend und esse Hokkaidokürbisse. Doch irgendwann stellte ich einmal fest, dass es noch mehr Arten von Kürbissen gibt als den Hokkaido und den Riesenkürbis, der früher bei meiner Großmutter im Garten wuchs und aus dem sie immer ein, für mich als Kind ganz schrecklich und ecklig, eingelegtes Kompott machte.

Kürbissuppe mit Salbei

Der Butternusskürbis wurde also zu einer Suppe verarbeitet und mit ein wenig Salbei und Sesam verfeinert. Salbei passt nicht denkt ihr jetzt? Doch! Da bekommt die süßliche Suppe noch einen herben Beigeschmack.

Für 4 Personen braucht ihr:

  • 1 Butternusskürbis (ca.600-700g Fruchtfleisch)
  • 1 Zwiebel
  • 2 EL Pflanzenöl
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 4 Salbeiblätter
  • 1 TL Seam
  • 2 EL Pflanzensahne
  • Pfeffer und Salz

Den Kürbis schälen, die Kerne entfernen und das Fruchtfleisch klein schneiden. Die Zwiebel würfeln und zusamen mit den Salbeiblättern im Öl andünsten. Die Kürbisstücken zugeben und das Ganze mit Gemüsebrühe ablöschen. Die Suppe ca. 20min. bei mittlerer Hitze köcheln. Wenn die Kürbisstücke weich sind, die Suppe mit dem Pürierstab und 2 Eßlöffeln Pflanzensahne schön cremig rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Sesam in einer Pfanne ohne Fett kurz anrösten und auf die einzelnen Suppenschälchen verteilen.

Sesam und Japanpapier

Ich bin immer wieder erstaunt darüber was für eine Vielfalt uns die Natur gibt und wie gut die einfachsten Dinge schmecken.

Die Sache mit den Zeitschriften und ein schnelles Rezept: Farfalle mit Shiitake-Pilzen und Frühlingszwiebeln

Ich hab ein Problem. Ich habe nämlich neben Wohnmagazinen, Frauenzeitschriften und zum Glück kostenlosen Was-mach-ich dieses-Wochenende-mit-den-Kindern-Zeitschriften meine Leidenschaft für Kochjournale entdeckt. Eigentlich weiß ich immer gar nicht, wann ich das alles lesen soll. Bei letzteren genannten Exemplare ist es natürlich einfach: man braucht sie nur durchblättern, die tollen Fotos auf sich wirken lassen, Inspiration finden und die Post-it’s an die richtige Stelle zu kleben. Das hab ich mir mittlerweile angewöhnt, sonst vergess ich wieder alles, was ich noch kochen wollte.

Pasta mit ShiitakeEines meiner liebsten Kochmagazine ist Slowly veggie, eine Zeitschrift voll mit tollen Rezepten für Vegetarier und Veganer. Die Rubrik für vegane Rezepte ist zwar etwas kleiner, aber ich finde es gut, dass man viele der vegetarischen Gerichte einfach abwandeln kann indem man bestimmte Zutaten weglässt bzw. ersetzt. Für die Pasta mit Shiitake-Pilze habe ich zum Beispiel statt Sahne und Schmand eine Pflanzensahne verwendet. Die Urkorn-Nudeln hatte ich auch nicht gerade zur Hand und der Pernod (alles im Orginalrezept) blieb ebenfalls im Schrank.

Für 2 Teller voll Pasta mit Shiitake-Pilzen, Sahne und Frühlingszwiebeln braucht ihr folgende Zutaten:

  • 200g Vollkorn Farfalle
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 160g Shiitake-Pilze
  • 1 kleineZwiebel
  • 150ml Pflanzensahne (Hafer, Reis oder Soja)
  • 2 El Pflanzenöl

Die Pasta nach Packungsanweisung in reichlich Salzwasser kochen. In der Zwischenzeit die Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden. Die Zwiebel schälen und  klein würfeln, die Pilze putzen und klein schneiden. Das Öl erhitzen und die Zwiebel darin andünsten, die Pilze zugeben und alles zusammen anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen und die Pflanzensahne zugeben. Noch einmal kurz aufkochen und dann alles mit der fertigen Pasta mischen. Zum Schluss die Frühlingszwiebeln untermengen und mit ein paar restlichen Ringen gariert servieren.

Vollkorn Farfalle mit Pilzen

Wohlschmeckendes Wintergemüse: vegetarischer Borschtsch und Verlängerung des Gewinnspiels

Als ich vier Wochen von zuhause entfernt war, fehlte mir etwas ganz besonders (neben meiner Familie natürlich): die heimische Küchenzeile! Da ist man nun schon mal weg vom Alltäglichen und dann fehlt einem der Herd! Ich habe in dieser Zeit aber auch nicht gerade besonders gut gegessen, deswegen sehnte ich mich nach meiner Küche und dem beruhigenden Schnippeln von Gemüse.

In der Zeit im hohen Norden fiel mir eine Ausgabe der Couch in die Hände, darin ein leckeres und einfach in der Zubereitung anmutendes Rezept für vegetarisches Borschtsch. Das machte die letzten Tage nicht einfacher! Als ich zurück war, stellte ich mich sofort in die Küche und kochte all das, was ich in den vergangenen Wochen im Geiste schon zubereitet hatte, unter anderem Borschtsch!

Borschtsch

Ein Hochgenuss für meine Geschmacksnerven, die schon etwas verkümmert waren! Das Einzige, was ich bei diesem Borschtsch-Rezept weggelassen habe, war der Tofu. Ich finde den braucht es keineswegs und so ein großer Tofu-Fan bin ich auch nicht. Also, hier kommt das etwas abgeänderte Rezept für 4 Personen:

  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 400g Weißkohl
  • 1 TL Tomatenmark
  • 1 EL ÖL
  • 800ml Gemüsebrühe (am besten selbst zubereitet)
  • 200g Tomaten aus der Dose
  • 400g Rote Bete
  • 400g Kartoffeln
  • 4 EL saure Sahne
  • Zitronensaft
  • Apfelessig
  • Dill
  • Salz und Pfeffer

Die Zwiebel würfeln und den Knoblauch klein hacken. Vom Weißkohl den Strunk entfernen und ihn dann in Streifen schneiden. Öl in einem hohen Topf erhitzen, den Kohl zusammen mit Zwiebel und Knoblauch andünsten. Das Tomatenmark zugeben, mit Gemüsebrühe und den Dosentomaten aufgießen und zugedeckt 20min. köcheln lassen.

Rote Bete und Kartoffeln schälen und ebenfalls in Streifen schneiden. Diese zum Kohl geben und alles für weitere 25-30min. garen. Den Borschtsch mit Salz, Peffer, Zitronensaft und Essig abschmecken. Wie traditionell üblich mit saurer Sahne und Dill bestreut servieren.

Borschtsch servierfertig

Ich habe mich entschlossen das Gewinnspiel für die Origami-Bücher um eine Woche zu verlängern. Ihr habt also noch Zeit bis zum 05.12.2013 einen Kommentar unter diesem post zu hinterlassen und die Chance eines der beiden Bücher zu gewinnen. Die Gewinner/innen werden am 06.12.2013 hier bekannt gegeben. Viel Glück! Mareike

Altbekanntes trifft auf Neues: Gemüsepfanne mit Portulak und Hirse

Schon wieder etwas neues auf meinem Speisezettel! Neben Magold, roher Roter Bette, Quinoa, Buchweizen etc. befindet sich dort jetzt auch der knackig-nussige Portulak, auch Postelein genannt. Noch Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Portulak sehr häufig in der heimischen Küche eingesetzt, geriet dann aber ein bisschen in Vergessenhait. Das Blattgemüse gilt als Heilpflanze, da es viel Vitamin C, Magnesium und Eisen enthält. Also, immer her damit!

einzelner Portulak

Immer mal wieder habe ich Rezepte mit Portulak gesehen, aber nie das Gemüse im Laden entdeckt. Dieses Mal hatte ich im Bioladen Glück und eine ganze Schale voll erstanden. Ich habe den Portulak frisch als Salat zubereitet und unter eine Gemüsepfanne mit Hirse gemischt. Für ein 2-Personen-Gericht braucht ihr folgende Zutaten:

  • 1 Tasse Hirse
  • 2 Lauchzwiebeln
  • 1 halbe rote Paprika
  • 1 halbe Aubergine
  • 1 halbe Zucchini
  • 100g Portulak
  • Öl zum Anbraten
  • Pfeffer und Salz
  • eine handvoll Sesam

Die Gemüsepfanne ist wirklich schnell zubereitet. Die Hirse nach Packungsanweisung kochen und quellen lassen. Erst die klein geschnittenen Lauchzwiebeln in Öl anbraten, dann das gewürfelte Gemüse zugeben. Alles mit ein wenig Wasser begießen und in der geschlossenen Pfanne ca. 15min. garen, mit Peffer und Salz abschmecken. Kurz vorm Servieren den Portulak unterheben, alles mit Sesam bestreuen und nett anrichten. Lasst es euch schmecken!

portulak in Gemüsepfanne

Herbstlich gefüllte Teigtaschen mit Mangold und Kartoffeln

Mangold im Korb

Dieses Jahr bin ich ganz dem Mangold verfallen. Zum Glück hat meine Freundin einen Haufen davon angepflanzt. So viel, dass sie den Garten vor Mangold nicht sieht! Und so kommt das Blattgemüse bei ihr und mir ständig auf den Teller: in Quiches, Reispfannen, als Roulade oder Spinatersatz. Bei mir hat er sich dieses Mal in Teigtaschen versteckt, zusammen mit Kartoffeln, Knoblauch und Zwiebel.

Teigtaschen

Das Rezept für die Teigtaschen habe ich mal wieder auf dem Vollwert-Blog entdeckt. Die dort vorgeschlagene Füllung mit Süßkartoffeln und Bohnen klang auch sehr verlockend, aber erstmal musste der Mangold weg. Der wurde zusammen mit einer klein geschnittenen Zwiebel und Knoblauchzehe in Öl angebraten, kräftig mit Pfeffer, Salz und Muskat gewürzt und köchelte zusammen mit den Kartoffeln eine Viertelstunde vor sich hin, bis er ganz zusammengefallen war. Dann gings in die Teigtaschen und in den Ofen.

Teigtaschen mit Mangold

Dazu gab es roten Feldsalat, den ich im hiesigen Bioladen entdeckte. Habt ihr schon mal roten Feldsalat gegessen? Sehr lecker!

Den Sommer verlängern, mit einer selbstgemachten Mojo verde und einer Schale voll papas

Schleicht sich bei euch auch so langsam das Gefühl von Herbst ein? Es kommt ganz ohne Vorankündigung, zum Beispiel wenn man am frühen Morgen unterwegs ist und in den Sandalen fröstelt. Oder abends auf dem Balkon, wenn einem ein doch schon recht frisches Lüftchen um die Nase weht.

Warum müssen Sommer eigentlich immer so schnell enden, fragt man sich dann? … und es kommt ein wenig Wehmut auf… Kann man den nichts sommerverlängerndes tun? Kann man! Mit wenigen Zutaten bereitet man eine wohlschmeckende, an warme Gefilde erinnernde Sauce zu, setzt ein paar Kartoffeln auf und macht es sich auf dem Balkon in der kühlen Abendluft bequem. Sommer für immer!

Mojo verde mit Kartoffeln

Unser Urlaub auf Gomera ist lang her, aber die Mojo verde, die ich das erste Mal auf der Insel probiert habe, hab ich nie vergessen. Es folgten erfolglose Rezeptausprobierereien und enttäuschende Saucen aus dem Supermarktregal. Irgendwann hatte ich es aufgegeben.

Und dann kam mal wieder so ein „Ich muss den Sommer festhalten“-Gefühl auf und ich fand endlich das richtige Rezept für Mojo verde! Nämlich hier. Ein klein wenig angepasst hab ich es an unseren Geschmack und folgende Zutaten verwendet:

  • 1 Bund Koriander
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 Tasse natives Olivenöl
  • 1/2 Tasse Apfelessig
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 grüne Paprika
  • 1 TL Meersalz
  • 2 TL Kreuzkümmel

Die grüne Chili habe ich wegen der Kinderfreundlichkeit weggelassen und 4 Knoblauchzehen waren für mich ein bisschen zu viel. Der Kreuzkümmel muss unbedingt sein, denn erst dadurch kommt der „genauso wie im Urlaub“-Geschmack.

Alle Zutaten werden mit dem Pürierstab oder im Mixer püriert und zu einer sämigen Paste verarbeitet. Die Zubereitung der papas arrugadas hab ich schon vor Längerem aufgegeben. Das wird bei mir nichts mit der Salzkruste, deswegen verschlinge ich die Mojo mit frisch gekochten Kartoffeln. Es sei denn ihr verratet mir euer persönliches Rezept für papas arrugadas…

Polentaküchlein, zum Snacken zwischendurch oder gepaart mit Roter Beete und Sahnemeerrettisch-Topping

Polentaküchlein mit Roter BeetePolentaküchlein fürs Picknick

Ja, die Polenta… mit der hab ich’s ja. Irgendwie ist mir die Zubereitung des Maisgrieß noch nie so recht gelungen. Schnell sein muss man beim Rühren und dann klebt doch alles wieder zusammen oder verbrennt am Topfboden. Meiner italienischen Freundin gelingt die Zubereitung von Polenta immer wie im Schlaf und bei mir gab’s nur Klumpen.

Deswegen kam mir das folgende Rezept wie gerufen! Dafür kann man Schnellkochpolenta verwenden, 2 Minuten gerührt, fertig. Und dann alles schön zu Küchlein formen. Entweder ganz klein für einen Snack zwischendurch oder etwas größer für den Mittagstisch, mit roter Beete und einem Sahne-Topping. Was, rote Beete werdet ihr jetzt fragen? Zufällig hab ich ganz frische kleine Knollen aus dem Biomarkt bekommen und gleich ein paar Ideen zum Verwerten gehabt: roh und gerieben im Salat, als Carpaccio oder eben mit Polenta. Und das ist so gar nicht winterlich!

Rote Beeten

Für die Polentaküchlein mit Roter Beete (4 Personen) benötigt ihr die folgenden Zutaten:

  • 180g Polenta
  • 50g Dineklvollkornmehl (oder Weizen)
  • 25g Butter
  • 8 EL saure Sahne
  • 8 El Schlagsahne
  • 2 El Zitronensaft
  • 4 TL frisch geriebenen Meerrettisch
  • 800g Rote Beeten
  • 200g Äpfel
  • 150ml Apfeldicksaft
  • 3-4 Nelken

Für die Polentaküchlein den Maisgrieß zusammen mit dem Mehl in einen Topf geben, 450ml Wasser hinzugeben und alles gut verrühren. Die Mischung unter Rühren aufkochen, von der Herdplatte nehmen und 10min. quellen lassen. Dann die  Butter zufügen, gut umrühren und den Grieß abkühlen lassen.

Polentaküchlein

In der Zwischenzeit die saure und süße Sahne zu einer Creme schlagen, den Zitronensaft und den Meerrettische unterrühren und die Creme kühl stellen.

Die Roten Beeten schälen und grob raspeln. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Rote Beete darin kurz andünsten. Nelken, Apfeldicksaft und 4 EL Wasser zugeben und alles zusammen bei schwacher Hitze 15min. köcheln lassen.

Inzwischen von der Maismasse jeweils 1 EL abnehmen, zu einer Kugel formen und zu handtellergroßen Küchlein flach drücken. Die Küchlein in einer Pfanne mit Öl von jeder Seite 7-8min. goldegelb braten. Währenddessen die Äpfel schälen und in dünne Scheiben schneiden. Die Apfelscheiben unter das Gemüse mischen und alles etwa 4 min. ziehen lassen. Die Polentaküchlein mit den Roten Beeten anrichten und einen kleinen Löffel Meerrettischsahne darübergeben.

Polenta mit roter Beete und Meerrettischsahne

Bei uns musste die Maismasse nur für 2 Personen reichen. Deswegen wurden kurzerhand noch Miniküchlein aus der Masse geformt, gebraten und in die Snackbox für zwischendurch gepackt. Das kommt sehr gut an, vor allem bei dem jüngsten Familienmitglied!

Polentaküchlein zum Snacken