Pflaumenzeit. Ein simples Rezept für reife Pflaumen, die schnell verarbeitet werden müssen: Pflaumentarte in der Vollkornvariante

Die Pflaumenzeit im Garten meiner Freundin neigt sich langsam dem Ende. Grund genug noch einmal auf den Baum zu klettern und die letzten, fast überreifen Früchte herunterzuholen. Danach fiel die Entscheidung zur Weiterverarbeitung schwer; am liebsten hätte ich sie alle roh verputzt. Drei Kilo der Früchte wurden zu Pflaumenmus verarbeitet, eine Schüssel voll zum Naschen blieb für mich und der Rest begab sich auf einen Kuchenteig.

Pflaumenkuchen

Einen Tarteboden, vielmehr, der in Windeseile zusammengerührt ist. Zunächst gesellen sich zu einer reifen, zerdrückten Banane (Ei-Ersatz) 100g weiche Butter oder Margarine, 1 TL Zitronenabrieb, 1 TL Vanillepulver (gibt es gemahlen im Bioladen, ganz ohne Zucker), 1 TL Zimt und 70g Honig oder Agavendicksaft. Diese Zutaten werden gut miteinander verrührt. Dann begeben sich 250g Dinkel-Vollkornmehl (am besten frisch gemahlen) und ein halbes Päckchen Backpulver dazu und werden mit dem süßen Bananen-Butter-Brei verknetet. Den Teig für ca. 45min. kühlen.

Vollkorn-Tartboden

Nach der Kühlzeit den Teig in eine gefettete Tarteform geben, gut an den Rändern hochziehen und mehrmals mit einer Gabel einstechen. Jetzt sind die Pflaumen oder auch Zwetschgen genannt, an der Reihe. Die in der Kühlzeit entsteint und in zwei Hälften geteilten 500g werden spiralförmig, Eine neben der Anderen, auf den Boden gelegt.

Rohe Pflaumentarte

Wer mag kann auf die Pflaumen noch ein wenig Agavendicksaft geben. Mir persönlich war es ein bisschen zu süß, aber dem Rest der Familie hat’s geschmeckt. Die Tarte kommt bei 200°C Umluft  für 40 min. in den Ofen. Vor dem Verzehr noch ein wenig Zimt auf die Pflaumen gestreut wandert das erste Stück noch lauwarm in den Mund. Ich bin hin und weg! Und blicke dem Herbst jetzt nicht mehr mit Wemut entgegen.

Pflaumentarte

Altbekanntes trifft auf Neues: Gemüsepfanne mit Portulak und Hirse

Schon wieder etwas neues auf meinem Speisezettel! Neben Magold, roher Roter Bette, Quinoa, Buchweizen etc. befindet sich dort jetzt auch der knackig-nussige Portulak, auch Postelein genannt. Noch Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Portulak sehr häufig in der heimischen Küche eingesetzt, geriet dann aber ein bisschen in Vergessenhait. Das Blattgemüse gilt als Heilpflanze, da es viel Vitamin C, Magnesium und Eisen enthält. Also, immer her damit!

einzelner Portulak

Immer mal wieder habe ich Rezepte mit Portulak gesehen, aber nie das Gemüse im Laden entdeckt. Dieses Mal hatte ich im Bioladen Glück und eine ganze Schale voll erstanden. Ich habe den Portulak frisch als Salat zubereitet und unter eine Gemüsepfanne mit Hirse gemischt. Für ein 2-Personen-Gericht braucht ihr folgende Zutaten:

  • 1 Tasse Hirse
  • 2 Lauchzwiebeln
  • 1 halbe rote Paprika
  • 1 halbe Aubergine
  • 1 halbe Zucchini
  • 100g Portulak
  • Öl zum Anbraten
  • Pfeffer und Salz
  • eine handvoll Sesam

Die Gemüsepfanne ist wirklich schnell zubereitet. Die Hirse nach Packungsanweisung kochen und quellen lassen. Erst die klein geschnittenen Lauchzwiebeln in Öl anbraten, dann das gewürfelte Gemüse zugeben. Alles mit ein wenig Wasser begießen und in der geschlossenen Pfanne ca. 15min. garen, mit Peffer und Salz abschmecken. Kurz vorm Servieren den Portulak unterheben, alles mit Sesam bestreuen und nett anrichten. Lasst es euch schmecken!

portulak in Gemüsepfanne

Foto der Woche 44-2013

Gras und blauer Himmel

Mast und blauer Himmel

DSC06700

Hallig und Vögel

Schiff auf See

Kirchwarft auf Hooge

Vögelsilhouetten

Algen von der See

Impression vom Strand

Sonne und Meer

Bäume und Fahrräder

Ich melde mich zurück! Heute mal nicht mit nur einem Foto sondern gleich einer kleinen Serie von der norddeutschen Insel, auf die es mich schöne vier Wochen lang verschlagen hatte. Erholsam war es auf jeder Ebene – unendlich weite Felder, die raue See und das trotzdem milde Klima waren wie Balsam für Seele und Körper. Einen Tag vor meiner Abreise zeigten sich die Urgewalten von einer etwas unfreundlichen Seite und ich war sehr erstaunt welche Spuren sie hinterlassen haben. Das sah von innen gar nicht so gewaltig aus.

Genießt das Wochenende! Bis nächste Woche. Mareike

Ich bin dann mal weg…

 

BlumenstraußIn den nächsten Wochen wird es hier auf dem Blog und überhaupt in meinem Leben ganz ruhig, denn ich trete morgen endlich eine lang ersehnte Reise an. Geplante 3 Wochen werde ich am Meer verweilen, um ganz viel Kraft und Energie zu tanken, um meine Krankheit vielleicht ein Stück weit hinter mir zu lassen und hoffentlich den Kopf frei zu bekommen, um danach klarer (in die Zukunft) sehen zu können. Ich hoffe, es wird euch nicht langweilig ohne mich und freue mich wenn ihr bald wieder hier vorbeischaut. Genießt die Wärme und das schöne Licht der kommenden Herbsttage und lasst es euch gut gehen! Mareike

Herbstlich gefüllte Teigtaschen mit Mangold und Kartoffeln

Mangold im Korb

Dieses Jahr bin ich ganz dem Mangold verfallen. Zum Glück hat meine Freundin einen Haufen davon angepflanzt. So viel, dass sie den Garten vor Mangold nicht sieht! Und so kommt das Blattgemüse bei ihr und mir ständig auf den Teller: in Quiches, Reispfannen, als Roulade oder Spinatersatz. Bei mir hat er sich dieses Mal in Teigtaschen versteckt, zusammen mit Kartoffeln, Knoblauch und Zwiebel.

Teigtaschen

Das Rezept für die Teigtaschen habe ich mal wieder auf dem Vollwert-Blog entdeckt. Die dort vorgeschlagene Füllung mit Süßkartoffeln und Bohnen klang auch sehr verlockend, aber erstmal musste der Mangold weg. Der wurde zusammen mit einer klein geschnittenen Zwiebel und Knoblauchzehe in Öl angebraten, kräftig mit Pfeffer, Salz und Muskat gewürzt und köchelte zusammen mit den Kartoffeln eine Viertelstunde vor sich hin, bis er ganz zusammengefallen war. Dann gings in die Teigtaschen und in den Ofen.

Teigtaschen mit Mangold

Dazu gab es roten Feldsalat, den ich im hiesigen Bioladen entdeckte. Habt ihr schon mal roten Feldsalat gegessen? Sehr lecker!

Foto der Woche 46-2012

blauer Himmel und Herbstblätter

Kaum zu glauben, dass es Anfang der Woche noch 10 C° warm war und die Sonne vom blauen Himmel lachte! Dabei ist dieses Bild in unserem vom leuchtend gelben (über grün) bis roten Farbenmeer dominierenden Parken entstanden. Wie unnatürlich die Natur doch manchmal wirken kann! Die vergangenen zwei Tage war in berlin graues Novemberwetter und der Nebel zog durch die Straßen. Da will man den Fuß gar nicht vor die Tür setzen.

Ich hoffe es geht besser weiter und wünsche euch ein schönes Wochenende! Mareike

P.S. Nun endlich habe ich es mal geschafft in den Lostopf zu greifen und meine Geschenke zu verteilen. Das Mobile bekommt Kleckerlabor und die Ohrringe warten schon in einer kleinen Verpackung auf An. Schickt mir doch bitte eine Mail mit eurer Adresse an: mareikekhn@yahoo.com, damit die Geschenke ganz schnell auf die Reise gehen können.

Herbst, du machst die schönsten Bilder!

Gestern war ich zum ersten Mal in Sacrow bei Potsdam und spazierte durch den wunderschönen Schlosspark, der seit 1990 als Teil der Potsdamer Havellandschaft zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört.

Auf der einen Seite der verträumt-romantische Blick à la Schinkel, auf der anderen Seite die kleine im italienischen Stil gebaute Heilandskirche mit südländischem Flair. Und dazwischen ganz viele knochige und großstämmige, alte Bäume.

Havellandschaft

Aussenfassade Heilandskirche

alter Baum mit knochigem Ast

Distel, alt und vertrocknet

Hallo Herbst! So gefällst du mir und so darfst du noch eine Weile bleiben!

Foto der Woche 37-2012

Mitte September … das habe ich mir gerade noch einmal ins Gedächtnis gerufen. Warum gehen die Sommer eigentlich jedes Jahr schneller vorbei? Und warum gehts immer durchwachsen los und am Ende wird’s schön, so dass man erst recht betrübt ist bei dem Gedanken an die kommenden Monate? Und jetzt muss ich mir aber auch ins Gedächtnis rufen wie schön der Herbst sein kann! Der noch laue Wind fegt einem um die Ohren, Blätter wirbeln herum, die Sonne ist noch warm, endlich wieder mal langärmelig tragen und abends mit einer Tasse Tee auf dem Sofa sitzen. Ich denk gern an den Sommer zurück, aber ja, Herbst du darfst kommen!

Ein wunderschönes Wochenende euch allen! Mareike

Fruchtig trifft auf herb: Birne-Holunder-Crumble im Miniformat

Vor ein paar Tagen schrieben mir Jana und Susan von der delighted fotoschule eine Mail mit der Frage, ob ich nicht Lust hätte an ihrer Blogaktion teilzunehmen und mein Lieblings-Herbstrezept veröffentlichen beziehungsweise verlinken möchte.

Ein Lieblings-Herbstrezept, ausser Kürbissuppe, hatte ich bis jetzt noch nicht. Doch diese Birne-Holunder-Crumble im handlichen Format könnten mein Lieblingsrezept werden. Und das nicht nur wegen der Besonderheit Holunder, sondern weil sie, noch warm aus dem Ofen, mit ihrem süßlich-herben Geschmack und der Knusperkruste das Gemüt erhellen, wenn es draussen stürmt und regnet.

Für 8 Portionen (kleine ofenfeste Formen oder auch Tassen) braucht ihr:

  • 6 Dolden reifen Holunder
  • 1EL Zucker
  • 4 reife Birnen
  • 100g Mehl
  • 120g Butter
  • 80g Zucker
  • das Mark einer halben Vanilleschote
  • 1EL Zimt

Die Holunderbeeren von den Dolden zupfen, waschen und mit 1EL Zucker mischen und über Nacht oder einen Tag stehen lassen.

Birnen schälen, in kleine Stücke schneiden und mit 1EL Zimt mischen. Die Holunderbeeren dazugeben und die Fruchtmischung in die Förmchen verteilen. Mehl, Zucker, Butter und das Vanillemark zu einem krümmeligen Teig kneten und die Streusel auf die Früchte geben. Bei 180°C im vorgeheizten Backofen ca. 30min. backen.

Im Spätsommer ist Holunderzeit (und natürlich auch Birnenzeit). Also, schnell sammeln gehen und die Mini-Crumble ausprobieren! Oder die Beeren einfrieren für einen späteren Genuss mit Gedanken an wärmere Tage.

Ich bin auf den Geschmack gekommen: Reissalat mit Fenchel und Birne

Es gibt bestimmte Gemüsearten, bei denen ich erst seit einiger Zeit auf den Geschmack gekommen bin. Dazu gehören unter anderem Rote Beete, Petersilienwurzel oder auch Fenchel. Bis vor ein paar Jahren mochte ich Fenchel überhaupt nicht, bis ich selbst entdeckte auf welch vielfältige Art man ihn zubereiten kann.

Roher Fenchel schmeckt wunderbar in Kombination mit Äpfeln, Birnen, Grapefruit, Orangen, Nüssen und und und. Ganz besonders mag ich Fenchel mit Birne und Orange, wie bei diesem Fenchel-Birnen-Reissalat.

Für 2 Portionen braucht ihr 120g Langkorn, Basmati- oder Duftreis, die ihr entweder in einem Topf mit Wasser nach Packungsanweisung kocht oder einfach im Reiskocher zubereitet. Den fertigen Reis dann etwas abkühlen lassen. 1 kleine Fenchelknolle und 1 Birne in kleine Würfel schneiden und mit dem Saft einer halben Orange beträufeln.  Den Reis zusammen mit dem Fenchel und der Birne in eine Schüssel geben, pfeffern und salzen und noch ein wenig Olivenöl darüber geben. Zum Schluss noch eine Handvoll Walnüsse über den Salat streuen und mit Fenchelgrün garnieren.

Geht es euch auch so? Gibt es ein Gemüse, das ihr erst so langsam entdecken musstet und es jetzt aber ständig essen könntet?