Warum man auch Zimmerdecken farbig streichen kann und wie aus einem unbenutztem Spielbereich ein Raum zum Toben, Spielen und kreativ sein wurde.

Ein Umzug in ein neues Heim ist nicht mit einmal Kisten schleppen und wieder ausräumen vollbracht. Bis man richtig ankommt, sich eingerichtet und sich sein eigenes Reich geschaffen hat, vergehen Tage, Wochen, oft Monate. So auch bei einer Familie in Berlin-Karlshorst, die ich bei der Planung und Gestaltung der Kinderräume im neuen Einfamilienhaus begleiten durfte. Für die 3 Mädchen sollte es im neuen Haus 3 Räume geben: einen Schlafraum, einen Arbeits- und Ruheraum und einen zum Treppenhaus offenen Spielbereich geben.

Aufgang Zimmer

Die zwei ersten Räume waren schnell eingerichtet und gestaltet, nur der Spielbereich blieb über einen langen Zeitraum in dem Zustand wie er kurz nach dem Einzug war. Die Gestaltung ging nur langsam voran. Kinder-Vorher2

Die Ruhe- und Arbeitsbereiche wurden in gedeckten Farben gestrichen und ganz auf Entspannung ausglegt. Deswegen sollte der Spielbereich lebhafter und zur Bewegung anregend gestaltet werden. Da sich die 3 Kinder am liebsten Verkleiden, Schminken und Theater spielen war schnell klar in welche Richtung die Gestaltung gehen sollte. Die Idee entstand den Raum wie ein Zirkuszelt wirken zu lassen mit Kletter- und Turngeräten, Schminkecke und Platz für die vielen Handpuppen. Zunächst musst aber Platz für das Spielzeug geschaffen werden.

Kind an Maltisch

Malecke mit spielenden Kindern

Wandtafel und Handpuppen

In offenen Regalen wurden die losen Spielsachen in Kisten organisiert. So können die Kinder immer schnell auf die Sachen zugreifen. Die Malecke unter dem linken Regal und die mit Tafellack selbst gestaltete Wandtafel laden zum Malen und Schreiben ein. Daneben wurden die vielen Handpuppen der Kinder auf Hakenleisten organisiert.

Viel Raum wurde dem Lieblingsspiel der 3 Mädchen gegeben: im Schmink- und Verkeidungsbereich gibt es jede Menge Schminkutensilien, Perücken und Kostüme zum kreativen Spielen. Der Schminktisch wurde ähnlich einer echten Theatergarderobe gestaltet. Ein besonderes Highlight ist die Lampe über dem Schminkspiegel.

Schminkecke aus Wandboarden

Schminktisch mit Theaterlampe

Perücken

Eine Turnecke mit Sprossenwand, Matte, Reifen und Sitzkissen lädt zum Toben und Turnen ein. Zur zusätzlichen Gestaltung wurden selbst gemachte Zirkusplakate der Kinder, die man schon vom Treppenaufgang sehen kann, gewählt.

Sprossenwand

Ein  besonderes Detail in diesem Spielzimmer ist die rot-weiß gestreifte Zimmerdecke. Obwohl der Raum nur eine Deckenhöhe von 2,60m hat wirkt die Farbigkeit der Decke nicht erdrückend. Sie gibt dem offen Raum erst den richtigen Charakter. Jetzt wirkt der vorher eher unscheinbare Raum sehr fröhlich und einladend, denn schon beim Treppenaufstieg wird der Blick auf die ausgefallene  Zimmerdecke gelenkt.

Decke Zirkus

Spielzimmer mit Zirkusdecke

Kiste in Regal

Noch mehr Fotos zum Gestaltungsprozess, insbesondere dem der Zimmerdecke, könnt ihr auch auf meiner Webseite sehen. Bei Fragen könnt ihr mir jederzeit gern schreiben oder einen Kommentar hinterlassen.

Frühlingserwachen und umgeben von Blumen

Krokusse

Letztes Jahr haben wir uns noch alle beschwert, das der bitterkalte Winter so lang anhält. Und dieses Jahr sind wir alle erstaunt wie schnell der Frühling da ist. In manchen Jahren habe ich an meinem Geburtstag Ende Februar vielleicht mal ein paar Schneeglöckchen gesehen und gehofft, dass der Schnee bald weg ist oder hoffentlich nicht noch einmal kommt. Na, hoffen wir mal! Denn es ist gerade so schön das Erwachen der Natur zu erleben.

Lila Krokusse-Casa colorataIch fühle mich auch als würde ich gerade aus einem Winterschlaf erwachen. Geht es euch auch so? Wahrscheinlich liegt es nicht an dem Winter, der so gar nicht kalt war, sondern an den fehlenden Sonnenstrahlen. Deswegen bin ich gerade so gern draußen und lass mir von der Sonne die Nase kitzeln. Mein Weg führt mich jeden Tag vorbei an einem Blumenmeer. Und drinnen sieht es fast aus wie auf der Wiese. Zu meinem Geburtstag bin ich reich mit Blumen und Zweigen beschenkt worden.

AprikosenzweigAprikosenzweige schmücken unseren Wohnungseingang.

Blüte AprikosenzweigIn kürzester Zeit sind sie einer nach dem anderen erblüht.

AprikosenblüteUnd der Duft von einem Strauss voller roter Tulpen lässt mich jeden Morgen an den kommenden Frühling denken.

rote Tuplen

rote TulpenköpfeGenießt die Sonne! Mareike

Jedes Jahr auf’s Neue: die Suche nach dem passenden Geschenk

Seit ihr auch schon im Geschenke-Finder-Fieberrausch? Es gibt doch tatsächlich Menschen, die alles perfekt planen und Anfang Dezember bereits die Weihnachtsgeschenke für die komplette Familie zusammen haben. Zu diesen Menschen gehöre ich eindeutig nicht! Ich beginne erst jetzt so langsam mir Gedanken darüber zu machen wem ich auf welche Art und Weise eine Freude bereiten kann.

Wie jedes Jahr denke ich darüber nach, ob man nicht mal die materielle Geschenkeschlacht im Wohnzimmer umgeht und einfach einen Gutschein für ein gemeinsames Erlebnis oder ein Verwöhnprogramm, für den Beschenkten ganz allein, unter den Weihnachtsbaum legt. Wie so oft bin ich bei meiner Suche nach Geschenken im Netz fündig geworden. Bei mydays gibt es unendlich viele Möglichkeiten einem oder mehrere Menschen mit Erlebnissen wie einem Kochkurs, einem Tag im Spa oder etwas ganz Außergewöhnlichem eine Freude zu machen.

iglu-uebernachtungBild via mydays.de

Eine Übernachtung im Iglu, zum Beispiel, stelle ich mir ziemlich ungewöhnlich und hoffentlich warm vor. Der Flug in den Weltraum ist vielleicht ein bisschen utopisch, es reicht ja auch einer mit einem Modellflugzeug oder ein Hubschrauberrundflug, wo man sogar selbst steuern darf. Die Liste von Erlebnisgeschenken ist jedenfalls lang und in viele verschiedene Kategorien eingeteilt. Ich glaube, da ist wirklich für jeden etwas dabei. Nach langem Suchen bin ich bei einem Gutschein für einen Besuch in einem Dunkelrestaurant gelandet. Das wollte ich schon immer mal verschenken und auch selbst machen. Ich hoffe, ich werde auch mitgenommen!

Foto der Woche 49 – 2013

Gedippter KranichMit etwas Verspätung kommt hier noch mein Foto der aktuellen Woche. Ich habe ein bisschen mit Neonfarbe rumexperimentiert und die Kraniche in den Farbtopf getaucht. Ich fand den Kontrast zwischen dem grellen, fluoreszierenden Orange und dem hochwertigem Papier des Kranichs spannend. Was dabei herausgekommen ist, das zeig ich euch nächste Woche.

Hier noch die Gewinner des Origami-Buches: über jeweils ein Exemplar können sich Angelika und Julia freuen. Bitte schickt mir eure Adressen an mareikekhn@yahoo.com, damit ich die Bücher ganz schnell verschicken kann.

Ich wünsche euch ein schönes Restwochenende! Mareike

Eine Blog-Origami-Party, dazu ein kleines DIY und zum Schluss eine Verlosung: feiere mit mir meinen Bloggeburtstag und gewinne das Buch „Origami Party“

Könnt ihr euch an eine Buchvorstellung vom letzten Jahr erinnern? Es ging um das Buch Zakka – Selbstgemachte Kleinigkeiten und japanisches Handwerk vom Verlag Edition Michael Fischer. Jetzt ist mir erneut ein schönes Buch mit dem Titel Origami Party vom selben Verlag in die Hände gekommen. Da ich so viel Spaß beim Falten hatte und ich es Origami-Anfängern nur empfehlen kann, will ich es euch etwas ausführlicher vorstellen.

Origami-TischNicht nur die Aufmachung des Buches lädt dazu ein Origami-Falttechniken mal etwas näher kennenzulernen, sondern auch die ausführlichen Anleitungen für leichte bis mittlere Level. Die vorgestellten Origami-Figuren sind ganz auf das Thema Feste feiern und die passende Partydekoration zugeschnitten.

Origami party tischWindmühlen

Mit wenigen Handgriffen kann man Girlanden, Platzkärtchen, Torten- und Muffindekorationen, Papierblumen und sogar die Kerzenhalter selbst herstellen und seinen Festtagstisch zu etwas ganz Besonderem machen.

RührstäbeTisch Party

Das Schöne ist, das zu den Anleitungen im Buch gleich die passenden Papiere mitgeliefert werden. Und es sind wirklich sehr schöne Papiere in aktuellen Designs wie Triangel, Zick-Zack und Streifen. Es hat Spaß gemacht mit so tollen Papieren zu falten und die verschiedenen Muster zusammenzustellen.

Buch aufgeschlagen

Blätter Origami

Unter anderem habe ich die kleinen Windmühlen als Dekoration für meine Muffins gefaltet. Dafür braucht ihr ein Blatt Origamipapier, einen Zahnstocher, eine kleine Metallklemme und ein bisschen Leim.

Material Windmühle

Zunächst wird das Blatt in auf der Vorderseite diagonal und auf der Rückseite in der Horizontalen und Vertikalen gefaltet. Dann das Blatt umdrehen und die rechte Hälfte zur Mitte falten. Dasselbe auf der linken Seite wiederholen. Das das Blatt in die Horizontale drehen und den unteren Teil zur Mitte falten. Dasselbe geschieht wieder mit dem oberen Teil.

kleines Blatt gefaltetBlatt einmal gefaltet

Blatt zweimal gefaltet

Blatt auseinander

Jetzt den unteren Teil und dann den oberen Teil, wie im Bild zu sehen, auffalten und glatt streichen. Dann den rechten unteren Teil nach unten falten und den linken Teil nach oben.

Blatt gefaltet

Mühlenräder

Nun noch die Mitte mit einer dekorativen Metallklammer versehen und alles an einen Zahnstocher kleben. Fertig ist die kleine Kuchendeko!

Metallklemme

Windmühlen

Noch mehr schöne Dekotipps gibt es im Buch Origami Party . Dafür, dass ich euch in dem ganzen Wiedersehenstrubel und Vorweihnachtsproduktionsstress meinen Blog-Geburtstag unterschlagen habe, gibt es heute eine kleine Überraschung für euch. Freundlicherweise hat mir der Verlag Edition Michael Fischer zwei Exemplare des Buches zur Verfügung gestellt, die ich gern an euch verschenken möchte. Verratet mir doch bis nächsten Donnerstag, den 28.11.2013 was für eine Party ihr demnächst plant oder schon gefeiert habt und wir ihr diese gestaltet habt bzw. dekorieren wollt. Hinterlasst einfach einen Kommentar unter diesem post. Die Gewinner werden ausgelost und am 29.11.2013 hier mitgeteilt.

Buch Origami Party

Ich freue mich auf eure Kommentare und drücke alle Daumen für diesen schönen Gewinn!

P.S. Für das Muffinrezept und den Kürbiskuchen bitte einmal hier und hier klicken. Beide Rezepte sind vegan und auch als Vollkornvariante ausgesprochen lecker!

Handmade by: Cristina, ein Interview über Kindermode, italienischen Geschmack und die Vorzüge Berlins

Heute ist es nun endlich so weit! Ich freue mich euch meine neue Blog-Rubrik zu präsentieren, die ich schon so lange im Kopf hatte.

Immer öfter geht es auf diesem Blog um DIY’s und das Thema Selbermachen. Deswegen hatte ich die Idee auf die Suche nach Menschen zu gehen, die die selbe Leidenschaft wie ich hegen und pflegen. Menschen, die fernab vom Mainstream, Dinge selbst gestalten und realisieren, sei es für’s eigene Heim oder zum Beispiel für ihr Label. Mir geht es darum euch kreative Personen vorzustellen für die Selbermachen eine Art Lebenskonzept ist, manchmal aus der Not heraus oder auch aus reinem Individualismus. Ich bin gespannt wen ich in dieser „Mission“ alles treffen und interviewen werde. Und falls ihr selbt für’s Selbermachen brennt oder jemanden kennt, der ständig alles selbst in die Hand nimmt, dann meldet euch bei mir und erzählt mir eure Geschichten.

Le Dernier Cri Wand

Den Anfang in meiner Rubrik macht heute Cristina. Ich kenne sie schon ein paar Jahre und bin immer ganz angetan von ihrem bunten Lebensstil und den wunderschönen Kindersachen, die sie für ihr kleines Label Le Dernier Cri fertigt. Cristina hat mir ganz viele neugierige Frage beantwortet, aber lest selbst was sie über sich, ihr Label und ihre neue Heimat Berlin schreibt. Ich danke dir für das schöne Interview, das ich übersetzen durfte, und die Einblicke, die du uns gegeben hast.

Hallo Cristina, magst du dich kurz vorstellen? Wo kommst du her? Was hast du gelernt bzw studiert?

Mein Name ist Cristina, ich bin 36 Jahre alt und habe 2 Kinder. Ich komme aus Italien und lebe seit 4 Jahren in Berlin. Aufgewachsen bin ich in Mailand, wo ich auch Kunst studiert habe. An der Kunstakademie in Mailand habe ich Bühnenbild studiert und dabei meine Leidenschaft für Kleider und Kostüme entdeckt und deshalb entschieden mich auf die Schneiderei zu spezialisieren. Ganz am Anfang stellte ich mir vor im Theater zu arbeiten, habe dann aber damit begonnen Mode für Frauen zu entwerfen und als ich Mutter wurde habe ich mich in die unendliche Fantasiewelt der Kinder verliebt.Hängende Puppen

Du betreibst schon länger dein kleines Kindermode-Label Le Dernier Cri. Was zeichnet es aus? Und wie kam es zur Idee Kindermode zu entwerfen und zu verkaufen?

Eigentlich muss ich mich vor allem bei meiner Tochter bedanken, denn mit den Geschenken, die ich mir für sie ausdachte, habe ich realisiert wie viel Spaß es machen kann für die Allerkleinsten etwas zu gestalten, ihre Wünsche zu erfüllen und sie damit glücklich zu machen. Und so bin ich ganz langsam zu meiner jetzigen Arbeit gekommen. Was mir am meisten an meiner Arbeit Freude bereitet ist, das ich viele verschiedene Stoffe verwende, die oft nicht die üblichen Kinderstoffe sind. Ich liebe es Stoffe zu kaufen und besitze tausende von unterschiedlichen, bis zu ganz kleinen, Stoffstücken.

Dein Label besticht durch eine besondere Einzigartigkeit, vor allem weil du wunderschöne Stoffe, die man nicht an jeder Ecke findet, zu Kindermode verarbeitest. Auch besondere Materialien wie hochwertige Wollstoffe für Hosen finden Verwendung. Wo findest du all die schönen Stoffe und Accessoires?

Ich hege eine wirkliche Leidenschaft, fast Obsession, für Tupfen und Streifen, die ich gern mit typisch klassischen und eleganten Herrenstoffen kombiniere, wie zum Beispiel Wolle für Jacken und Hosen oder Baumwolle für Hemden. Glücklicherweise findet man in Italien sehr hochwertige Stoffe von bester Qualität, deswegen gehe ich jedes Mal, wenn ich in Mailand bin, immer wieder gern in die Geschäfte von früher, als ich noch dort arbeitete. Seit Kurzem kaufe ich auch online und bin viel unterwegs in Berlin und Umland; auf Märkten, in Kaufhäusern und kleinen, niedlichen Geschäften, wo ich immer etwas schönes finde.

DSC05710Girlande Le dernier cri

Du stammst ursprünglich aus Italien, lebst aber schon ein paar Jahre in Berlin, eine der Handmade-Hochburgen Deutschlands. Was haben Italiener für ein Verhältnis zu handgemachten Sachen? Und wie kommen deine Sachen in Deutschland an?

In den Jahren, die ich hier lebe, ist mir aufgefallen, dass es einen sehr einheitlichen Geschmack und Stil gibt, den man auch in vielen Kinderprodukten, die in den meisten Geschäften verkauft werden, wiederfindet. Diese Produkte sind oft wirklich schön, mir persönlich gefallen sie auch sehr gut, aber darüber hinaus findet man wenig interessante Alternativen. Ich sage das, weil ich glaube als Jemand, der aus einem anderen Land kommt und damit einen anderen Geschmack, unterschiedliche Bräuche und Traditionen mit sich bringt, ist es hier nicht einfach eine neugierige Käuferschaft zu finden, die Lust hat etwas völlig Anderes zu entdecken, das charakterisiert ist von einem anderen Geschmack, weil man andere Details verwendet, andere Stoffe auswählt und kombiniert und damit Dinge entstehen lässt, die einfach unbekannt sind, vielleicht etwas fremd wirken.

Tisch Le dernier cri

Aber das ist einfach unvermeidbar. Ich bin Italienerin und das kommt sicherlich in meiner Arbeit zum Ausdruck, zum Beispiel beim Aussuchen und Verwenden einer bestimmten Stoffart, aber auch durch Schnittmuster und gewiss dadurch wie ich meine Muster umsetze. Ich denke auch, dass sich ein wirklicher Erfolg mit den Dingen, die man macht, nicht sofort und ganz sicher einstellt, denn die Leute brauchen Zeit neue Dinge anzunehmen und sie zu mögen. Um mich klar auszudrücken: das gilt für jeden und überall.

Was gefällt dir an Deutschland bzw. an Berlin? Hast du dich bewusst dafür entschieden hier mit deiner Familie zu leben?

Ich werde oft gefragt warum ich entschieden habe von Mailand nach Berlin zu ziehen. Ich beginne langsam zu glauben, dass den Berlinern nicht bewusst ist wie besonders ihre Stadt ist. Während das Klima hier wirklich ein anstrengender Aspekt meines neuen Lebens ist, bin ich immer noch sehr glücklich über meine Entscheidung, denn Mailand ist leider keine Stadt, in der man seine Kinder aufwachsen lassen sollte. Sie ist chaotisch, mit stark befahrenen Straßen und deswegen sehr verschmutzt, schrecklich unruhig und alle sind immer in Eile. Sie ist eine Stadt der Geschäftsleute, die Karriere machen wollen, denn alles ist sehr teuer und das Geld reicht nie zum Leben.

Regal Le dernier cri

Was sind deine Lieblingsorte in Berlin?

Es gibt viele Orte in Berlin, die ich sehr mag. An einem schönen, warmen Frühlingssonntag gehe gern üppig im Ballhaus-Garten in der Auguststraße frühstücken. Ich mag es im Monbijou Park eine Pizza, die übrigens sehr gut ist, zu essen und nebenbei die Schauspieler hinter der Bühne des Freilufttheaters zu beobachten. Das c/o Berlin, wo ich mich für ein paar Stunden hin flüchten konnte, war einer der besten Orte überhaupt und ich bin glücklich darüber, dass die Galerie an einem neuen Sitz wiedereröffnet, denn die Fotoausstellungen bewegen mich immer wieder sehr. Und das Kino International ist sicherlich eines der elegantesten Kinos, die ich je besucht habe. Ich habe eine Schwäche für die Tag und Nacht geöffneten Kreuzberger Bars und um nachzudenken bin ich gern im Volkspark Friedrichshain spazieren, vor allem im Herbst, wenn ein wunderschöner, riesiger Blätterteppich mit unendlich vielen Farben ihn überzieht. In Wirklichkeit mag ich wahnsinnig viele Ecken und Situationen in dieser Stadt und das hier sind nur die ersten Dinge, die mir sofort eingefallen sind.

Laden linksLaden rechtsIn deinem sehr persönlichen Blog Needle works – Le Dernier Cri schreibst du (leider bis jetzt nur auf Italienisch) über deine tägliche Arbeit, das Leben in Berlin und stellst uns schöne Dinge vor. Einen besonderen Teil nehmen deine kleinen, kontinuierlichen Lektionen über die Geschichte der Mode ein. Wie kamst du auf die Idee darüber zu schreiben und was liegt dir damit besonders am Herzen?

Mein Blog ist in der Zeit als meine Kinder noch klein waren, und ich entschieden hatte nicht mehr zu arbeiten um mich nur um sie zu kümmern, entstanden. Durch den Blog wollte ich auf irgendeine Weise mein Verlangen nach Kreativität stillen, mir selbst eine verpflichtende Beschäftigung geben und eine Verbindung zur Außenwelt aufrechterhalten, denn meine Welt zuhause bestand nur aus Spielzeug und Windeln. Im Laufe der Zeit kamen immer mehr Leser dazu und auch nach meinem Umzug hierher habe ich entschieden weiterzuschreiben und meinen Blog um nützlichen und interessanten Inhalt zu erweitern, wie zum Beispiel die Rubriken zum Thema Nähen oder Modegeschichte. Es erfüllt mich mit Freude und Genugtuung, wenn Leute mir schreiben um sich bei mir zu bedanken, weil sie dank eines meiner posts etwas mit ihren eigenen Händen geschaffen haben. Dank meines Blogs habe ich eine Menge interessanter Leute kennengelernt und ich bin ein wenig traurig, weil ich in letzter Zeit wirklich wenig Gelegenheit hatte mich um sie zu kümmern, aber ich habe mir vorgenommen so schnell wie möglich die verlorene Zeit aufzuholen.

Le Dernier Cri gibt es ab jetzt nicht mehr nur online bei DaWanda zu kaufen. Seit Kurzem hast du auch deinen eigenen Laden in Berlin eröffnet. Was wünschst du dir für dich und die Zukunft deines Labels?

Mit der Eröffnung meines kleinen Ladens hatte ich die Gelegenheit, durch Zufall oder Glück, interessante Menschen zu treffen mit denen neue Ideen und vielleicht auch Kooperationen entstehen . Und das ist es, was ich mir erhoffe: es zu schaffen die Zeit zu finden die Millionen von Ideen, die ich im Kopf habe, zu verwirklichen.

Offen-Schild le dernier cri

Wenn ihr euch Cristinas Sachen mal genauer anschauen wollt, dann stattet ihr doch einmal einen Besuch in ihrem Laden ab. Das kleine Geschäft findet ihr in der Körtestraße 5 in Berlin-Kreuzberg. Noch sind die Öffnungszeiten sehr unregelmäßig. Ihr trefft Cristina meistens vormittags bis zum frühen Nachmittag an.

Und noch etwas: seit kurzem gibt es meine Mobiles und Girlanden auch in Cristinas Laden zu kaufen. Noch ein Grund mehr mal reinzuschauen!

Foto der Woche 38-2013

Ladenschild Le dernier cri

Diese Woche war ich mal wieder in Kreuzberg unterwegs und habe Cristina und ihrem tollen Laden für Kinderbekleidung und Accessoires einen Besuch abgestattet. Cristina hat ein kleines Kindermodelabel, schreibt einen schönen Blog und mag sich und anderen, genau wie ich, mit ihren Sachen das Leben bunter machen. Wer Cristina ist, wie sie lebt und arbeitet, erfahrt ihr nächste Woche an dieser Stelle. Sie hat mir nämlich ein paar Fragen beantwortet und macht damit den Anfang einer neuen Blog-Rubrik, die ich schon lange in Planung habe. Also, seid gespannt auf ein nettes Interview und tollen Tipps zu Berlin!

Ich wünsche euch ein schönes Restwochenende! Mareike

Casa colorata im DaWanda Lovebook Winter 2013/14

Als ich heute den Briefkasten öffnete, da lag eine kleine Überraschung für mich drin. Das neue DaWanda Lovebook Winter 2013/14 ist erschienen und mit dabei ist dieses Mal auch Casa colorata. Ich hatte euch  ja schon auf Facebook ein Bild von meinem Holzmobile aus dem französischen Lovebook gezeigt. Auch in der deutschen Ausgabe ist das Holzmobile vertreten, neben anderen schönen Dingen von diesem großen, bunten Kreativplatz. Ganz besonders gefallen mir die Holzsachen wie zum Beispiel die Lampe, die Holzohhringe oder die originellen Ohrstecker aus Stiften. In gedruckter Version ist das Lovebook nur Journalisten vorbehalten. Online könnt ihr es aber auch hier durchklicken. Viel Spaß dabei!

Dawanda Lovebook Casa colorata

Dawanda Lovebook Holz

Dawanda Lovebook Ohrringe Stift

Dawanda Lovebook Holzohrringe

Foto der Woche 34-2013

Rote Wand und Mohnkapseln

Seit Langem melde ich mich heute mal zurück – mit einem Foto von meinem Küchentisch. Die Mohnkapseln haben mich schon letzte Woche im Blumenladen aus einem Blumenmeer heraus angelacht und ich dachte: warum nicht? Sie wirken ganz allein für sich, filigran und ein bisschen unförmig. Ich kann sie mir auch gut in einem schönen großen Sommerstrauß vorstellen. Und ihr? Was habt ihr gerade auf eurem Küchentisch oder der Fensterbank?

Ein schönes und sonniges Wochenende wünsch ich euch! Mareike

Foto der Woche 19-2013

Wimpelketten im ParkDiese Woche hab ich mich wieder mal etwas rar gemacht. Aber ich hatte einen guten Grund! Unser großer Spross hat seinen siebten Geburtstag gefeiert. Und das musste doch ordentlich begangen werden! Zum Glück ist das Gewitter an uns vorbeigezogen, ohne Spuren zu hinterlassen. Der erste laue Frühlingsabend im Park. Von mir aus kann es so weitergehen! Wie der Geburtstagskuchen aussah und was drin war, das verrat ich euch nächste Woche.

Bis dahin wünsch ich euch allen ein schönes Wochenende! Mareike